Meine letzten Tage in Neuseeland ...
Nachdem ich am Dienstag morgen von Picton aus auf die Nordinsel uebergesetzt habe, bin ich in den Tongariro National Park gefahren, um dort am Mittwoch den dreitaegigen "Tongariro Northern Circuit" zu wandern. Als ich abends ankam war das Wetter noch schoen. Aber am naechsten Morgen war es nebelig und wolkig, und etwas nieselig (der Ort wo ich war und auch der Start des Tracks sind etwa in 1000m Hoehe, also inmitten der Wolken). Sonniges Wetter sind allerdings Voraussetzung fuer den Track, da man sonst keine Aussicht hat - der eigentliche Grund des Tracks). Auch die Wettervorhersage fuer die naechsten Tage sah nicht gut aus: Zuerst weiterhin Nieselregen und Wolken, dann Schneefall und stuermische Winde. Im Nachhinein habe ich auch mitbekommen, dass fuer diesen Zeitraum auch der Park gesperrt wurde.
Stattdessen bin ich am Mittwoch dann nach Napier gefahren, einem schoenen Ort an der Ostkueste, in der Hawke's Bay. Der einzige Ort, wo auf der Nordinsel an dem Tag noch die Sonne schien. Es war sogar so warm, dass ich wieder Shorts anziehen konnte. Den Rest des Tages habe ich dann mit Wine-Tasting verbracht :)
Am naechsten Tag bin ich dann nach Lake Waikaremoana fahren, einem Forest Park etwa 2 Stunden Autofahrt von Napier entfernt. Da ich den Tongariro nicht machen konnte, wollte ich wenigsten diesen Track als Alternative machen. Der Track ist uebrigens auch ein Great Walk und geht um einen grossen See durch Waldgebiet und ueber Klippen. Auch dieser Track dauert drei bis vier Tage.
Leider war es dort auch am regnen und ich war platschnass, als ich abends an der Huette ankam. Ich bin relativ spaet losgegangen, daher war ich froh, noch vor Anbruch der Dunkelheit in der Huette anzukommen. Am naechsten Morgen war das Wetter wesentlich besser: die Sonne schien, aber einige dicke Wolken hingen noch am Himmel. Der Wald war auf jeden Fall klasse: Nebelschwaden zwischen den Baeumen, wo die Sonne durchschien. Und dicke Tropfen, die von den Blaettern und Aesten tropften. Dann eine kurze Pause an der naechsten Hut, so gegen 11 Uhr vormittags, zum Tee kochen und Snacks essen. Danach einen kurzen 1-stuendigen Abstecher zu einem sehr schoenen Wasserfall. Leider ist es dann auch wieder angefangen zu regnen, und es hoerte nicht auf bis zum naechsten Morgen.
Nach insgesamt 7 Stunden Wandern bin ich dann wieder klitschnass an der Huette angekommen. Diesmal waren wir nur insgesamt zu sechst: Eine kleine Familie mit 2 Kindern und ein Kiwi aus Wellington. Die Kinder haben hier in NZ momentan Schulferien, von daher waren viele Familien unterwegs. Mit den Kindern und der Mutti habe ich abends noch Karten gespielt. Leider war ich dabei meistens am verlieren :)
Nachts wurde es dann doch sehr kalt und ich war froh, gute Sachen mitgenommen zu haben.
Am dritten Tag wars morgens wieder sehr schoen und wieder war der Wald und der See unglaublich schoen. Aussichten, die man nur hat, wenn man frueh aufsteht und in der Huette uebernachtet (oder zeltet). Gegen Mittag wurde ich dann am Ende des Tracks vom Wassertaxi abgeholt.
Dann gings mit dem Wagen weiter, von Lake Waikaremoana eine 3-Stuendige Fahrt ueber eine Schotterpiste, dann noch 1 Stunde Fahrt auf einer normalen Strasse, bis ich dann Spaetnachmittags in Rotorua ankam. Heute morgen gings dann fuer mich weiter nach Auckland, wo ich langsam meine Reise abschliessen werde. Dazu werde ich dann noch separat einen Blogeintrag machen :)
Liebe Gruesse aus NZ,
Tom
Sunday, 15 April 2007
Nasse Fuesse
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